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Dunkelhate Society – Dark Metal Community in Graz

Dunkelhate Society
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Kaltenbach Open Air 2026

Vom 20. bis 22. August 2026 fand traditioneller Weise das Kaltenbach Open Air in Spital am Semmering statt. Aufgrund des genialen Line Ups war der Ansturm auf das Event dementsprechend groß. Meine Wenigkeit reiste mit dem Zug an und ich kann diese Option nur empfehlen. Die Verbindungen sind top. Als ich mein Zelt aufgebaut hatte, machte ich mich auf den Weg zur Bühne. Vor dem Areal gab es einen Metal Markt mit Ständen von Immortal Frost Productions, Ketzer Records und einigen anderen. Metal Herz – was willst du mehr? Bevor es mit den Live Berichten los geht sei noch erwähnt, dass die gesamte Kaltenbach Crew äußerst freundlich ist und es da keinerlei Ausnahmen gab. Ein großes Lob an die Veranstalter an dieser Stelle. Ich sah mir einige Bands an, von denen ich euch berichten werde. Mein Hauptaugenmerk lag wieder mal auf den einheimischen Acts und wie sie sich am Kaltenbach schlugen. Gute Unterhaltung

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Pünktlich um 13.10 Uhr betraten Regnum Norikum die Bühne und legten einen Auftritt hin, von dem noch lange die Rede sein wird. Nach dem Festival Opener, Ejakulatör, hatten die Österreicher die Aufgabe, ihren Schwarzmetall triumphierend in der Mittagssonne zu präsentieren. Selbst wenn es erst die zweite Band der Setlist war, kamen viele Zuschauer- Die Oberösterreicher ließen in der Mittagssonne dunkle, kalte Atmosphäre aufkommen, die zu ihrem Black Metal passte. In Corpsepaint gehüllt und mit ungebrochener Spielfreude verzauberte das Quintett ihr Publikum. Regnum Noricum zockten ihr Set tight herunter und stießen auf gute Reaktionen. Zwei – voneinander unabhängige – Zuschauer berichteten mir am dritten Tag des Festivals, dass ihrer Meinung nach Regnum Noricum das Highlight vom diesjährigen Kaltenbach waren. Daumen hoch!

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Scarecrow NWA

Nach Regnum Noricum gab es weitere einheimische Metal Kost. Die Grazer Melodic Death Metaller Scarecrow NWA waren an der Reihe. Sie zeigten, dass man von den österreichischen Acts einiges erwarten kann. Gitarrensoli, eine unheimlich gute Stimmung innerhalb der Band und starke Songs überzeugten das Publikum und sorgten für gute Stimmung. Die Band bot einen Querschnitt durch ihre Alben und die Titel wurden abgefeiert. Scarecrow NWA hielten das hohe musikalische Niveau des Festivals und waren gern gesehene Gäste.

Gutalax:
Die tschechischen Goregrind Pioniere Gutalax sind ja gefürchtet für ihre Festival Auftritte. Da kann es schon mal vorkommen, dass ganze Dixi Klos zum Crowd Surfen missbraucht werden. Doch eines nach dem anderen, denn der Kaltenbach Gig wird noch lange in den Köpfen der Musiker unf Fans bleiben. Um 18 Uhr versammelte sich die Schar an Gutalax Fans in Kostümen vor der Bühne. Dann – fünf Minuten vor Beginn des Sets – setzte ein Wolkenbruch ein und durchnässte alle Anwesenden. Das heizte die Stimmung auf, niemand verließ seinen Platz. Mit „I`m So Exited“ von den Pointer Sisters begrüßten die Tschechen ihr Publikum, welches bereits lautstark mit sang und sich zu bewegen begann. Doch ab dem ersten Takt der Band enstand ein riesiger Circle Pit, der verrückter nicht sein hätte können. Nachdem mir am Eingang mein Klopinsel abgenommen wurde, entschädigten Gutalax dieses Faux Pas und warfen gut 20 Stück in die Menge. Somit war jeder gut ausgerüstet, um das Quartett abzufeiern. „Poopcorn“, „We Are What We Shit“ und „Diarrhero“ kamen mehr als gut an, um nur einige zu nennen. Selbst die Band war immer wieder erstaunt, wie enthusiastisch die Zuschauer den Gig abfeierten und das bei strömrenden Regen. Keine Frage; der Gutalax Auftritt zählt zu den Highlights des diesjährigen Kaltenbach Open Airs, da sins sich alle einig.

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Anderswelt:

Die Oberösterreicher Anderswelt hatten am zweiten Tag um 14 Uhr Stagetime. Man durfte gespannt sein, wie der Post Metal ankommen wird und ob die Linzer ein überzeugendes Set hinlegen. Schließlich sind sie am 10 April 2027 beim Dunkelhate Fest zu Gast. Erste Auffälligkeit war, dass ein E – Cello zum Einsatz kam. Dieses wurde teilweise sogar als Lead Instrument verwendet und sorgte für einen ganz eigenen Flair. Die Musik der Linzer ist mal schwarzmetallisch, aber stets sehr atmosphärisch. Anderswelt kamen bei den Zuschauern sehr gut an, auch wenn der Post Metal nicht zum Moshen einlädt. Anderswelt sind ein gutes Beispiel dafür, wie facettenreich extreme Musik sein kann. Ein großes Lob an das Quintett, ich freue mich schon auf den Gig beim Dunkelhate Fest.

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Thy Light:
Die Vorzeichen zum Auftritt der Brasilianer Thy Light hätten nicht besser sein können. Gelten sie doch als Kult DSBM Band und spielten erst einmal in Österreich. Gespannt wartete ich also vor der Bühne, bewunderte ihr Band Logo und freute mich auf den Gig. Auffallend und Band typisch waren die sehr langen Intros der Songs, welche auch live nicht fehlten. Einziger Wermutstropfen war, dass die Stimme von Frontmann Paolo Bruno des öfteren nicht zu hören war oder teilweise im Sound unterging. Größtenteils jedoch konnte man die Lyrics gut hören und somit war das auch kein Problem. Kein Wunder, denn Underground Hymnen wie „A Crawling Worm In A Dying World“ oder „In My Last Mourning“ wurden von den Leuten abgefeiert, als gäbe es kein Morgen. Die Gitarrenarbeit der Brasilianer war über jeden Zweifel erhaben und jeder DSBM Symphatisant wohnte einen einzigartigen Gig bei, den man wohl so schnell nicht mehr zu Augen bekommt.

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Verba Serpentis:

Die Kärnter Black Metal Kombo Verba Serpentis eröffnete den finalen Tag des Kaltenbach Open Airs. Da beim Soundcheck so gut wie niemand vor der Bühne war, beschloss ich, mich demonstrativ in die erste Reihe zu stellen. Siehe da, zu Beginn des Sets fanden sich einige Leute vor der Bühne ein und ich war bei weitem nicht mehr alleine auf weitem Flur. Schwierig genug für eine Black Metal Band in der Mittagssonne zu performen. Show mäßig ist da nicht viel drinnen, man sollte eben mit musikalischen Fähigkeiten überzeugen und das tat das Quartett. Man ließ sich überhaupt nichts anmerken, dass dieser Slot nicht optimal war. Viel mehr spielten die Kärntner ein tightes Set und glänzten vor lauter Spielfreude. Man sollte Verba Serpentis jeden Fall am Radar haben, denn von ihnen wird man noch einiges hören.

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Behind The Rails:

Die Grazer Death Metal Barden Behind The Rails kamen um 14 Uhr zum Zug. Ein optimaler Slot, um eine Underground Band bekannter zu machen und ein neues Publikum zu erschließen. Die Grazer nutzten die Gunst der Stunde und legten ein top Set hin. Vor der Bühne waren zahlreiche Fans, die den Death Metal feierten. Kein Wunder, denn mit Songs wie „Destructive Rage“, „Don`t Feed The Machine“ oder dem Neuen „Juxtaposition“ heizten sie die Meute auf und ernteten headbangende Reaktionen. Beim letzten Titel „Fuck You All“ brachen alle Dämme und Behind The Rails verließen die Bühne unter lauten Jubel und „Zugabe“ Rufe. So soll es sein.

Graveworm:

Als die Dämmerung einsetzte, enterten die Italiener Graveworm die Bretter, die die Welt bedeuten. Das Publikum war zahlreich erschienen und schon die ersten Takte Musik brachten Bewegung in die Meute. Bei beinahe jeder Band enstand ein Circle Pit und die restlichen Zuseher komplimentierten diesen Anblick mit enthusiastischem Headbangen. Seit 1993 gibt es Graveworm was bedeutet, dass die Hitdichte in ihrer Setlist ziemlich groß ist. Außerdem hatte Sänger Stefano Flori Geburtstag, was gebührend auf der Bühne gefeiert wurde. Die Italiener waren nicht zum ersten Mal am Kaltenbach und sichtlich erfreut, heuer wieder Teil des Line Ups zu sein. Die Band hatte auch ein Cover von Iron Maiden auf Lager, welches vom Publikum frenetisch gefeiert wurde.

Sacred Reich:

Als die Amerikaner Sacred Reich die Bühne betraten, war gute Stimmung vorprogrammiert. Gibt es die Truppe nicht schon seit unglaublichen 39 Jahren und die dementsprechend große Fanschar. Spätestens beim zweiten Titel „Ther American Way“ war das Publikum voll bei der Sache und feierte seine Helden eindrucksvoll ab. Für das aus Arizona stammende Quartett war dieser Auftritt eine Art Winter Märchen. Kennen Sänger & Bassist Phil Rind und Konsorten solche Temperaturen lediglich aus der kältesten Jahreszeit in ihrer Heimat. Mit solchen Anekdoten gewann Rind an Sympathie bei seinen Anhängern. Ebenso bedankte er sich fürs Kommen und bezeichnete seine Fans als „Verrückte“ (im positiven Sinne), weil sie bei strömendem Regen am ersten Tag durchgehalten hatten. Sowieso versprühte der charismartische Frontmann einen Hauch von positiver Energie und guter Stimmung. Musikalisch war man über jeden Zweifel erhaben und spielte Hits wie „Death Squad“ oder „Who`s To Blame“ und überraschte auch mit dem Black Sabbath Cover von „War Pigs“. Mit dem Kult Song „Surf Nicaraguar“ ging ein Set zu Ende, über welches die Zuschauer noch lange reden werden.

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1349:

Nach dieser durch und durch positiven Stimmung bei Sacred Reich, kam nun der Turnaraound zu den Schwarzmetallern 1349. Unterschiedlicher konnten die Performances nicht sein. Wurde zuerst bei Sacred Reich noch Lebenslust und Fröhlichkeit demonstriert, verdunkelte sich das Bühnenbild nun und der Höllenschlund ging auf. Die Norweger verstehen ihr Handerk gut und spielten bitterbösen, menschenverachteten Black Metal der 2nd Wave. Titel wie „ I Am Abomination“ kamen beim zahlreich erschienen Publikum gut an und die Bühnenshow war beeindruckend. Doch nach so einem langen, ereignisreichen Tag hatte ich nicht mehr die Kraft für das ganze Set und verkroch mich nach der Hälfte des Gigs im Zelt um den wohlverdienten Schlaf zu genießen.

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